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So würde ich mich selbst beschreiben, wenn es um das Schreiben geht. Ich hatte nie diese eine Geschichte, die unbedingt aus mir raus will oder den großen Traum vom Leben als Schriftstellerin. Dennoch schreibe ich seit Jahren, anfangs nur für mich, später gemeinsam mit anderen in diversen Rollenspielforen. Nach den ersten holprigen Gehversuchen wurden meine Texte immer länger, meine Charaktere ausgefeilte. Entsprechend interessanter wurden auch die Erzählungen, die gemeinsam mit anderen entstanden. Trotzdem kam ich lange nicht auf die Idee, es alleine zu versuchen, teils weil ich so viel Spaß an den Forenrollenspielen hatte und damit genug ausgelastet war, ein wenig auch, weil mir das Selbstvertrauen fehlte, ganz alleine eine Handlung zu entwickeln, ohne Gegenpart, der mir neue Ideen und Inspirationen liefert.

Erste Gehversuche auf vertrautem Terrain

Irgendwann wollte ich mir beweisen, dass ich einen Roman schreiben kann. Für eine komplett eigenständige Geschichte fehlte mir allerdings noch der Mut. Daher hangelte ich mich an der Artus-Sage entlang, die mir seit Kindertagen vertraut war und entwickelte eine eigene Interpretation davon. Die positive Resonanz bestärkte mich darin, mit dem Schreiben weiterzumachen, hielt mich aber nicht davon ab, alles wieder komplett zu löschen. Warum? Weil ich tief in mir spürte, dass das nicht meine Richtung ist. Ich bin diesen Weg gerne gegangen, er hat mich nur nicht dort hingeführt, wo ich hinwollte. Wo das ist? Wenn ich das nur wüsste …

Ohne Plan, ohne Ziel, ohne Reue

Seit ich beschlossen habe, mich dem Schreiben etwas intensiver zu widmen, bin ich mal hierhin, mal dorthin gerannt, habe Projekte begonnen und wieder eingestampft, Ratgeber gewälzt und verschiedene Herangehensweisen ausgetestet. Die meisten Texte haben niemals das Licht der Öffentlichkeit erblickt, teils weil ich sie nicht fertiggestellt habe, teils weil ich nicht zufrieden mit dem Ergebnis war. Trotzdem bereue ich keine Minute, die ich mit dem Schreiben verbracht habe. Ich finde es spannend, meinen eigenen Weg durch den Wald der Buchstaben zu finden. Irgendwann werde ich irgendwo ankommen. Oder auch nicht, wer weiß das schon? Nur eines ist gewiss: Schreiben werde ich.

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